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Florist

5. Januar 2018

Ich saß in meinem Zimmer
und pflückte Worte
Ich war allein
die Wiese wie gemalt
Ich band einen Strauß
aus Zeichen und Zeilen
doch eines fehlte:
das Gefühl.

Ich kramte in meiner Seele
und suchte Vergrabenes
Ich war allein
schon viel zu lang
Ich buddelte weiter
nach Freud und Leid
fand schmerzhaft viel
von diesem Gefühl.

Ich saß in meinem Zimmer
und schmückte Worte
Ich war allein
die Wiese lohte
Ich band ein buntes Bouquet
aus Lettern und Gefühl
nichts fehlte mehr –
außer dir.

 

 

 

 

 

3./4. Januar 2018

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Kein Ort

22. Dezember 2017

Wieder
immer noch
hier
im Wartesaal
nach
dort.

Jeder Schritt
stolpert zurück
in die Leere –
vor dir
das Gemäuer
emotionsgedämmt.

Der Blick
senkt sich
folgt
den Schultern
fällt
gläsern
in die Ferne.

Jede Sekunde
taumelt weiter
in die Länge –
vor dir
die Stunden
lichtlos.

Die Nacht
umarmt dich
kühlt
die Tränen
weint
mütterlich
ein wenig mit.

Wieder
weder noch
nicht hier
nur Wartesaal
nicht
dort –
nirgends.

 

 

 
22. Dezember 2017

Verfahren

17. Dezember 2017

Die Straßen sind schwarz
manchmal sind sie grau
manchmal glitzern sie
silbern im Regen
meistens finstern sie
meistens sind sie grau
Die Straßen hier heraus.

 

 

 

 

16. Dezember 2017

Thron

2. Dezember 2017

Viele Tage
viele blaugraue
Lebenstage
verbrachte ich
auf der Suche
nach einem Platz
für mich
in dieser Welt.

Eines Tages
eines schwarzen
Lebenstages
gab man mir
eine Säge
einen Hammer
ein paar Nägel
und brachte mir bei
wie man sich
einen Stuhl baut.

 

 

 

2. Dezember 2017

Traumzeit

26. November 2017

In dem Haus
am Rande der Zeit
möchte ich sein –
fernab
von Gleichmaß
und Hamsterrad
dort
wo Ruhe
auf Stille trifft
dort
wo wir
gemeinsam schweigen
wenn die Sprache
sich erschöpft.

Unter blauem Himmel
am Rande der Zeit
möchte ich atmen –
gelöst
von Albdruck
und Sorgenfessel
dort
wo Freiheit
ohne Bedingung ist
dort
wo wir
gemeinsam tanzen
wenn die Welt
uns erschöpft.

Unter grüner Linde
am Rande der Zeit
möchte ich sinnen –
befreit
von Karussell
und Nebeldunst
dort
wo Vision
auf Möglichkeit trifft
dort
wo wir
gemeinsam träumen
wenn das Wollen
sich erschöpft.

In deinen Armen
am Rande der Zeit
möchte ich liegen –
weitab
von Zaudern
und Vereinzelung
dort
wo Glück
ohne Scherben ist
dort
wo wir
gemeinsam streben
wenn die Liebe
sich erschöpft.

 

 

 

 

26. November 2017

Fürbass

23. November 2017

ich kann nicht zurück
nach Hause
denn
zu Hause
war gestern

ich kann nur weiter
dorthin
wo
Zuhause
sein wird
irgendwann
sein kann
irgendwo
sein muss

ich will nicht zurück
nach Hause
denn
zu Hause
ist verweht

ich will nur weiter
dorthin
wo
nicht
hier ist ––
irgendwie
zu Hause
sein.

 

 

 

 

 

22. November 2017

Luftschloss

11. November 2017

Phantasie
wohin fliehen
wir heute?

Komm, bring uns
weit weg
nur fort
von hier

Diese Tage
sind arm
Zum Glück
bist du es nicht

Schenk mir
eine Prise
lieblich warme
Unwirklichkeit –
mich friert

Diese Nächte
sind schattig
Dein Licht
mein Gleichgewicht

Komm, trag mich
hinfort
einfach weg
von hier

Phantasie
fliehen
wir jetzt!

 

 

 

11. November 2017