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Spontangedicht VII – Der Vogel und Ich

17. Januar 2011

Neulich sah ich einen Vogel
so bezaubernd und schillernd,
dass meine Augen ihn nicht
allein lassen konnten.

Wie es nunmal seine Natur
so flog er alsbald davon,
meine Augen folgten ihm
und die Beine zogen nach.

Ich wusste nicht wohin
mich dieser Vogel bringen würde,
aber es fühlte sich gut an
ein Ziel zu verfolgen.

Nach einer verträumten Weile
verließ uns die Eile,
wir kamen zur Ruhe
und schauten uns um.

Ich wusste nicht wo ich
mich in diesem Moment befand,
aber es fühlte sich gut an
woanders zu sein.

Der Vogel flog davon
kehrte flugs zurück,
mit Stöckern im Schnabel
die er auch flink verflocht.

Ich wusste nicht ob es am Ort
oder am Vogel lag,
aber es fühlte sich gut an
ein neues Heim zu schaffen.





17.01. 2011

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10 Kommentare leave one →
  1. Kleine Pusteblume permalink
    19. Januar 2011 01:41

    Diese Zeilen sind wunderschön… Ich hoffe, es geht dir gut.

  2. 23. Januar 2011 23:33

    das klingt schön. vielleicht ist es gut, dich von dem vogel leiten zu lassen. vielleicht findest du dann ein neues ziel?

    • 23. Januar 2011 23:39

      Danke 🙂
      Diese Vögel ziehen sich durch mein ganzes Leben, irgendwo in irgendeiner Gestalt sehe ich immer wieder einen, dem ich dann einfach folge. Der Vorteil der Ziellosigkeit, man kann spontan entscheiden, welchem man folgt. Und manchmal, da ist man eben allein auf weiter Flur und da sitzt eben nur einer. 🙂

      • 24. Januar 2011 11:01

        solang sie gut für dich sind ist das wunderbar. nur wenn sie dich irreleiten würden, dann solltest du ihnen nicht mehr folgen!

  3. 24. Januar 2011 15:13

    Das weiß man leider immer erst danach.
    Ich hoffe, ich seh bald wieder einen Vogel…

  4. 24. Januar 2011 21:24

    „Nach einer verträumten Weile
    verließ uns die Eile“

    Ach, wie schön, lieber Hamlet!
    Ich erfuhr gerade eine freudige Überraschung, als ich dir hier mal wieder einen Besuch abstatten wollte und von einer Flut an Worten und Seelenbildern begrüßt wurde. Freut mich sehr, wieder so viele schöne Zeilen von dir zu lesen!

    Liebe Grüße,
    Tindomerel

  5. 25. Januar 2011 00:16

    Kommentare wie deine sind der Grund dafür, dass hier immer wieder Zeilen erscheinen.

    Danke dafür, der Kommentar tut echt gut heute 🙂

  6. 1. Februar 2011 21:34

    Vorsicht ist geboten, wenn wir von schillernden Vögeln angezogen werden. Doch ist es schwer zu erkennen, ob sie gut für uns sind. Manchmal hilft nur das Probieren. Wichtig scheint mir aber auch zu sein, einmal eine Strecke seinen eigenen Weg zu finden, da können wir auch Neues und Schönes entdecken.
    Dann kommt es vor, dass uns am neuen Ort ein schillernder Vogel begegnet und wir bleiben.

    Deine Zeilen gefallen mir, Hamlet!

    ..grüßt dich syntaxia

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