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Monolog

15. Juni 2009

Der Vollständigkeit halber…
Und der Gefühlswelt wegen:

Hamlet und Yorick

Hamlet und Yorick

Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage:

Ob’s edler im Gemüt, die Pfeil’ und Schleudern

Des wütenden Geschicks erdulden, oder,

Sich waffnend gegen eine See von Plagen,

Im Widerstand zu enden. Sterben – schlafen –

Nichts weiter! – und zu wissen, dass ein Schlaf

Das Herzweh und die tausend Stöße endet,

Die unsers Fleisches Erbteil – ’s ist ein Ziel,

Aufs innigste zu wünschen. Sterben – schlafen –

Schlafen! Vielleicht auch träumen! – Ja, da liegt’s:

Was in dem Schlaf für Träume kommen mögen,

Wenn wir den Drang des Ird’schen abgeschüttelt,

Das zwingt uns stillzustehn. Das ist die Rücksicht,

Die Elend lässt zu hohen Jahren kommen.

Denn wer ertrüg der Zeiten Spott und Geißel,

Des Mächt’gen Druck, des Stolzen Misshandlungen,

Verschmähter Liebe Pein, des Rechtes Aufschub,

Den Übermut der Ämter und die Schmach,

Die Unwert schweigendem Verdienst erweist,

Wenn er sich selbst in Ruhstand setzen könnte

Mit einer Nadel bloß? Wer trüge Lasten

Und stöhnt’ und schwitzte unter Lebensmüh’?

Nur dass die Furcht vor etwas nach dem Tod –

Das unentdeckte Land, von des Bezirk

Kein Wandrer wiederkehrt – den Willen irrt,

Dass wir die Übel, die wir haben, lieber

Ertragen, als zu unbekannten fliehn.

So macht Bewusstsein Feige aus uns allen;

Der angebornen Farbe der Entschließung

Wird des Gedankens Blässe angekränkelt;

Und Wagestücke hohen Flugs und Werts,

Durch diese Rücksicht aus der Bahn gelenkt,

Verlieren so der Handlung Namen.

——————————————————-

Hamlet and The Denmark Corporation

Hamlet and The Denmark Corporation

To be, or not to be: that is the question:

Whether ‚tis nobler in the mind to suffer

The slings and arrows of outrageous fortune,

Or to take arms against a sea of troubles,

And by opposing end them? To die: to sleep;

No more; and by a sleep to say we end

The heart-ache and the thousand natural shocks

That flesh is heir to, ‚tis a consummation

Devoutly to be wish’d. To die, to sleep;

To sleep: perchance to dream: ay, there’s the rub;

For in that sleep of death what dreams may come

When we have shuffled off this mortal coil,

Must give us pause: there’s the respect

That makes calamity of so long life;

For who would bear the whips and scorns of time,

The oppressor’s wrong, the proud man’s contumely,

The pangs of despised love, the law’s delay,

The insolence of office and the spurns

That patient merit of the unworthy takes,

When he himself might his quietus make

With a bare bodkin? who would fardels bear,

To grunt and sweat under a weary life,

But that the dread of something after death,

The undiscover’d country from whose bourn

No traveller returns, puzzles the will

And makes us rather bear those ills we have

Than fly to others that we know not of?

Thus conscience does make cowards of us all;

And thus the native hue of resolution

Is sicklied o’er with the pale cast of thought,

And enterprises of great pith and moment

With this regard their currents turn awry,

And lose the name of action.

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5 Kommentare leave one →
  1. 16. Juni 2009 19:47

    Ist das Kenneth Branagh, in dem ersten Video? Sehr beeindruckend auf alle Fälle! Ich liebe ja Shakespeare, aber wenn die Szenen dann auch noch richtig gut gespielt werden, dann ist es kaum zu übertreffen (meiner Meinung nach)! wobei ich mich mit der unteren Version nicht so ganz anfreunden kann, aber vermutlich muss man dazu den ganzen Film sehen…aber in mancherlei Hinsicht bin ich manchmal eben ein bisschen konservativ 😉

    • 16. Juni 2009 20:29

      Japp. Das ist Kenneth Brannagh. Einer der größten Shakespearedarsteller und -produzenten weltweit. Das drei Stunden Epos von ihm, ist für mich die beste Hamletverfilmung überhaupt. Allein diese Szene…er spielt, wie es in meinem Kopf ablief, als ich das Stück zum ersten Mal gelesen hab.
      Die Version mit Ethan Hawke hasst man oder man liebt sie. Es ist eben ein sehr moderner Ansatz. Ich hab die DVD im Schrank 😉
      Bei Shakespeareadaptionen versuche ich sie immer wieder neu zu sehen und meine Vergleiche zu vergessen…also nicht konservativ 😉

      • 16. Juni 2009 21:32

        Kenneth Branagh ist einfach ein unglaublich guter Schauspieler (und Produzent)…in jeder Rolle!!! Diese Hamletverfilmung habe ich leider noch nicht gesehen, muss ich aber unbedingt nachhholen. Er schafft es einfach jedes einzelne Wort überzeugend rüber zu bringen und ihm Nachdruck zu verleihen, ohne dass es übertrieben theatralisch wirkt…so, jetzt hab ich Lust meine Shakespeare-Sammlung mal wieder heraus zu kramen 😉

        Ich hab grundsätzlich nichts gegen moderne Ansätze, verstehe mich nicht falsch. Würde Kenneth Branagh das ganze komplett modern ansetzen, wäre ich vermutlich begeistert^^Aber da kann ich noch nicht mitreden, ich hab den Film ja nur Stellenweise gesehen…ich geb dann noch mehr Senf dazu, wenn ich mich besser auskenne 😛

        Wo wir beim Thema sind, kennst du „To be or not to be“ von Mel Brooks?

      • 17. Juni 2009 00:00

        Das stimmt. Er ist generell ein grandioser Theater- und Filmcharakter.
        Ja, die solltest du wirklich schauen. Dringend! 😉
        Ach…das freut mich, dass ich dich zum Shakespeare treiben konnte heute Abend 🙂

        Hm..da hab ich nun ne Bildungslücke. Ich kenne schon ein paar Mel Brooks Parodien, aber nicht diese.

      • 19. Juni 2009 00:22

        Hab mal wieder angefangen Hamlet zu lesen 😉 Es ist dir gelungen!!
        Und die Filme werd ich mir so bald wie möglich anschauen, muss nur schauen, wo ich die Kenneth Branagh Fassung herkrieg!

        Also deine Bildungslücke musst du aber unbedingt schließen! „To be or not to be“ ist meiner Meinung nach der beste Mel Brooks Film, nach „Helden in Strumpfhosen“ (wo sogar Shakespeare-Zitate vorkommen 😉 ich glaub aus Richard III )
        Kann ich nur empfehlen 🙂 aber man muss natürlich niveaulose Witze mögen^^

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