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Seelenwinter

26. Mai 2009

Unter graublauem Wolkenschleier
Über schwarzschimmerndem Rasen
Hinter silhouettenhaften Baumstrukturen
leuchtet warmes, gelbes Licht.


Die Füße wärmen kalten Stein
der Blick wandert durch nächtliche Welten
melancholische Ruhe senkt sich
über aufgewühlte Seelenstürme.


Unter graublauem Wolkenschleier
legt sich die Nacht
Über schwarzschimmerndem Rasen
stehe ich allein
Hinter silhouettenhaften Baumstrukturen
schwebt die Hoffnung
leuchtet warmes, gelbes Licht.


Die Augen berühren den kalten Stein
der Blick wandert über kahle Wände
schwerblütiger Gesang erhebt sich
über Seelentrümmerfelder…


In dieser Musik träume ich
kehre mich ab
von finst’ren Illusionen,
wende mich hin
zu federleichten Halbwelten,
halte mich fest
in meinen Armen,
suche Schutz
hinter meinen Mauern,
durch diese Melodien lebe ich.


Der Körper schlendert über kalten Stein
der Blick trifft sich im Spiegelbild
Melancholie wärmt mich
in Seelenwinterödnis.


Unter grauem Wolkendickicht
Über schwarzglänzendem Wiesengrund
Hinter silhouettenhaften Baumstrukturen
leuchtet warmes, gelbes Licht.


HD
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7 Kommentare leave one →
  1. giocanda permalink
    26. Mai 2009 16:49

    Man hofft mit dem Schreiber, dass die Sonne bald aufgeht und alles mit ihren warmen Strahlen erhellt. Gruß giocanda

  2. 26. Mai 2009 17:44

    Ich danke dir! 🙂

  3. 27. Mai 2009 11:00

    mag ich mal wieder sehr. besonders: graublauem Wolkenschleier
    schwarzschimmerndem Rasen. tolle stimmung vermittelt. samtig. schön.

    • 27. Mai 2009 11:27

      Danke :-), freut mich, dass es dir gefällt.
      „samtig“ ist ein schönes Adjektiv für die Stimmung, in der ich war.

      • 27. Mai 2009 11:38

        freut mich, dass ich das so getroffen hab und du kannst dich freuen dass du es so gut ausdrücken konntest (=

  4. 27. Mai 2009 18:37

    Wow, ein sehr fesselndes Gedicht!! Am besten gefällt mir ja irgendwie „Die Füße wärmen kalten Stein“ und “ Halte mich fest in meinen Armen“ und „die federleichten Halbwelten“ und der „schwerblütige Gesang“…ich bin sprachlos!! Ich glaub ich muss es erst öfters lesen und sich setzen lassen, bis ich die richtigen Worte wiederfinde.
    Aber den Schutz hinter den Mauern brauchst du doch gar nicht!! Schutz denn wovor?

    • 27. Mai 2009 18:45

      Danke schön, das ist ein schönes Kompliment!
      Hätte gar nicht gedacht, dass dieses Gedicht euch überhaupt gefällt…aber so kann man sich täuschen 🙂
      Öfter lesen ist immer gut 🙂

      Schutz vor der manchmal bösen Welt…das genauer zu erläutern dürfte nur n Weilchen dauern 😉

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