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Ick bin ein Börlina…

7. Mai 2009

So…ab heute bin ich dann auch offiziell ein Berliner.

Aus gegebenen Anlass wieder ein paar Worte des großen Dichters, der Zitate in die Welt warf, die „völlig daneben“ sind 😉

Berlin


Ich liebe dich bei Nebel und bei Nacht,
wenn deine Linien ineinander schwimmen, –
zumal bei Nacht, wenn deine Fenster glimmen
und Menschheit dein Gestein lebendig macht.


Was wüst am Tag, wird rätselvoll im Dunkel;
wie Seelenburgen stehn sie mystisch da,
die Häuserreihn, mit ihrem Lichtgefunkel;
und Einheit ahnt, wer sonst nur Vielheit sah.


Der letzte Glanz erlischt in blinden Scheiben;
in seine Schachteln liegt ein Spiel geräumt;
gebändigt ruht ein ungestümes Treiben,
und heilig wird, was so voll Schicksal träumt.


C. Morgenstern


Karl-Marx-Allee bei Nacht

Karl-Marx-Allee bei Nacht


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10 Kommentare leave one →
  1. 7. Mai 2009 19:34

    Das ist – schön. Ich las es dreimal und fand keinen Pessimismus 🙂 Was ist passiert?

    • hamlet82 permalink*
      7. Mai 2009 19:38

      Naja…es ist eben auch nicht von mir*g*

  2. 7. Mai 2009 20:01

    😉 Aber von Dir erwählt – nur, weil Du es so unpassend findest? Sag jetzt ja nicht ja! *droh*

    • hamlet82 permalink*
      7. Mai 2009 20:43

      Es geht ja um die Stadt, die Atmosphäre….
      Nicht um Menschen oder Ereignisse die mich zum Schreiben bewegen oder um expressionistische Zeilen…
      Deswegen wählte ich dieses positiv-klingende Gedicht über die facettenreiche Stadt…

      Besser?*g*

      Ja, genau…du solltest es nachtragen, denn ich erkannte nur am Kommentar der letzten Gewinnerin, dass ich noch mehr kommentieren muss 🙂

  3. 7. Mai 2009 20:16

    Nachtrag: Habe soeben verstanden, warum Du so „großzügig“ auf Deinen Goethe der Woche verzichtet, bzw. ihn hinten angestellt hast. Hat gedauert – aber nun wurde mir klar, dass ich die Erklärung in „Geschenkt – ich bin dabei“, nach dem Update nicht vervollständigt hatte. *Tschuljung* Es gibt nicht für jeden zehnten Kommentar einen; dann hätten wir schnell eine Flut 🙂 Was ja auch wieder schön wäre, eigentlich …

  4. 7. Mai 2009 21:42

    gefällt mir. klingt irgendwie schon sehr viel anders als ’schwarz zu blau‘ von peter fox.

    • hamlet82 permalink*
      7. Mai 2009 21:52

      Ja, übrigens einer meiner Lieblingssongs.
      „Schwarz zu Blau“ ist in meinen Augen eine Liebeshymne auf Berlin, auch wenn es erstmal wie ein Hasslied klingt…
      aber der Berliner liebt eben auch das Hässliche, Dreckige und Gemeine an seiner Stadt…denn das sind die Kontraste, die den Reiz ausmachen…das Hässliche und Deprimierende nur eine Sekunde vom Schönen und Erheiternden entfernt.
      *summt wieder den Fox-song in seinem Kopf*

  5. 7. Mai 2009 22:20

    tatsächlich? na das freut mich, dass ich da ins ’schwarze‘ getroffen hab (;
    ich hab zuerst auch gedacht, es ist eher negativ besetzt, als ich es mir genauer angehört habe war mir aber klar dass es genau das gegenteil ist. was du sagst – die kontraste, das hässliche und das geniale der stadt, das spannungsfeld.

    • hamlet82 permalink*
      7. Mai 2009 22:28

      Ja, der letzte Satz sagt ja alles…ohne diese Stadt kann er trotzdem nicht leben.

      Wir verstehen uns 🙂

  6. 7. Mai 2009 22:45

    ja (=

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