Skip to content

Sehnsuchtsstudien I

15. April 2009

Ein kleines Haus
auf weiten Dünen,
Winde heulen
an klapprigen Läden,
Das Meer rauscht
seine alte Weise.

Verlassen und einsam
mit Land und Meer vernarbt,
Am Horizont
verlässt uns Hyperion,
Am Fenster
flackert Kerzenlicht.

Ein Eichentisch
mit besonderer Note,
Ein kleines Bett
in dekorierter Ecke,
Der alte Mann
zieht an seiner Zigarette.

Weißer Rauch
fließt aus dem Fenster,
Über rauhen Wellen
kreisen stumm die Schwalben,
Seine Augen leuchten
im zartblauen Vollmondlicht.

HD
Advertisements
9 Kommentare leave one →
  1. salzwasser permalink
    15. April 2009 20:58

    Sehr atmosphärisch. Dicht. Ich spür das Salz auf meinen Lippen. Und ich sehe ganz klar seine Augen vor mir.

    Ein wunderbarer Ausflug 🙂

    • hamlet82 permalink*
      15. April 2009 21:06

      Nun werde ich langsam rot:-)

      Ich sah diesen alten Mann in seiner Holzhütte am Meer auch die ganze Zeit vor mir…
      Das schwierigste an der Dichtung ist, die Bilder in seinem Kopf auf den Leser zu übertragen….mit Worten malen…ja, sogar zu fotografieren…
      Das was du mit deinen Kurzgeschichten schaffst, schaffe ich vielleicht mit meinen Gedichten…

      🙂

  2. 15. April 2009 23:07

    Donnerschlag – obwohl es sich nur selten reimet, gelang es sofort, mir selbigen darauf zu machen! Ich bin beeindruckt, lieber Hamlet im Romeopelz 🙂

    • hamlet82 permalink*
      15. April 2009 23:31

      Reime klingen für mich meist komisch…deswegen verwende ich sie nur selten

      Danke, es ehrt mich sehr, dass sie(du) beeindruckt bist von diesen Zeilen:-)

  3. salzwasser permalink
    16. April 2009 17:32

    Übrigens mag ich Reime gar nicht so sehr. Ich mag Widersprüchlichkeit, Ambivalenz, spröde Kunst, die erst erobert werden muss. Aber das nur mal am Rande unbedeutend erwähnt 😀

  4. johannatindomerel permalink
    16. April 2009 23:56

    Ich ziehe meinen (nicht vorhandenen) Hut! Wunderschön, die Worte werden zu Bildern, die in meinem Kopf umhergeistern! Besonders die Verbindung zu den anderen „Sehnsuchtsstudien“ mit den verblassenden Augen…deinen Gedichte berühren mich sehr!
    Schön wenn einen der Zufall zu solchen Seelenbildern führt, danke!
    lg, Tindomerel

    • hamlet82 permalink*
      17. April 2009 09:14

      *dir einen Hut leiht*

      Danke für diese Worte…gut, dass man nicht sehen kann, wie verlegen ich werde 🙂
      Ein schönes Gefühl, andere Menschen mit seinen Worten zu berühren.

      lg, Hamlet

  5. 17. April 2009 15:40

    immer wieder gern 😉

    Machs gut und danke für den Hut^^

    • hamlet82 permalink*
      17. April 2009 16:01

      Gern geschehen…dann kannst du das nächste Mal den echten Hut ziehen 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: