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Lenz

18. März 2018

empört euch
der winter
ist kalt

begehrt auf
der sommer
ist heiß

brüskiert euch
der herbst
ist feucht

erhebt euch
der frühling
treibt aus

 

 

 

 

18. März 2018

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Verlaufen

4. März 2018

Die Straßen währen finster
manchmal säumen Laternen
manchmal ist da Licht
irgendwo eine Tür
meistens verschlossen
meistens ist da nichts
auf den Straßen hier draußen.

 

 

 

 

3. März 2018

Lebenstraum

25. Februar 2018

Eines Nachts
im Dämmer
zwischen
Schlaf und Wach
begegnete sie mir.

und sie fragte:
Wie willst du leben?
und ich sagte:
Einfach.

und sie fragte:
Was ist dein Ziel?
und ich sagte:
Zuhause.

und sie fragte:
Dein größter Wunsch?
und ich sagte:
Ankommen.

Da lächelte sie
nahm meine Hand
und wir gingen
gemeinsam
durch
die Nebelwand.

 

 

 

 

25. Februar 2018

Stimulus

8. Februar 2018

Sag mir alles wird gut
ich kann’s nicht mehr hören

In mir ist alles stumm geworden
ich mach mir langsam Sorgen

Jetzt bist du mal dran
schenk mir ein Stück Zuversicht

Sag mir alles wird gut
ich werd’s dir schon glauben

In mir ist alles dumpf geworden
ich hab mir das Herz verdorben

Jetzt musst du mal ran
hör mir zu auch wenn ich schweige

Sag mir alles wird gut
ich kann’s mir nicht mehr glauben

In mir ist irgendwas gestorben
wahrscheinlich kommt das vom Sorgen

Jetzt darfst du auch mal ran
red mir gut zu auch wenn ich ertaube

Sag mir alles wird gut
sag’s mir einfach oft genug
ich werd’s dir schon irgendwann glauben.

 

 

 

 

7. Februar 2018

Abrupt

21. Januar 2018

Warum zieht
mich uns
so runter?
Ich weiß nicht
das liegt wohl
an dir –
Etwas an dir
erinnert mich
an früher
als Lieben
noch ganz
einfach war.

Warum fühle
ich mich
so bedauerlich?
Ich weiß nicht
das liegt wohl
an mir –
Etwas in mir
erinnert sich
an damals
als einfach
plötzlich
zu Ende war.

 

 

 

 

20. Januar 2018

Florist

5. Januar 2018

Ich saß in meinem Zimmer
und pflückte Worte
Ich war allein
die Wiese wie gemalt
Ich band einen Strauß
aus Zeichen und Zeilen
doch eines fehlte:
das Gefühl.

Ich kramte in meiner Seele
und suchte Vergrabenes
Ich war allein
schon viel zu lang
Ich buddelte weiter
nach Freud und Leid
fand schmerzhaft viel
von diesem Gefühl.

Ich saß in meinem Zimmer
und schmückte Worte
Ich war allein
die Wiese lohte
Ich band ein buntes Bouquet
aus Lettern und Gefühl
nichts fehlte mehr –
außer dir.

 

 

 

 

 

3./4. Januar 2018

Kein Ort

22. Dezember 2017

Wieder
immer noch
hier
im Wartesaal
nach
dort.

Jeder Schritt
stolpert zurück
in die Leere –
vor dir
das Gemäuer
emotionsgedämmt.

Der Blick
senkt sich
folgt
den Schultern
fällt
gläsern
in die Ferne.

Jede Sekunde
taumelt weiter
in die Länge –
vor dir
die Stunden
lichtlos.

Die Nacht
umarmt dich
kühlt
die Tränen
weint
mütterlich
ein wenig mit.

Wieder
weder noch
nicht hier
nur Wartesaal
nicht
dort –
nirgends.

 

 

 
22. Dezember 2017