Yorick, du fehlst…
…virales Marketing kann so schön sein.
Wenn den Träumen
die Flügel fehlen
kreisen Gedanken im Tanze.
Wenn die Worte
durch die Adern rinnen
erstarren Tropfen auf Papier.
Wenn die Nacht
die Seele erreicht
raste Ich im Dämmerlicht.
Wenn die Gegenwart
zum Stillstand kommt
wallt der Sturm im Inneren.
Wenn den Träumen
die Flügel fehlen
tanzen Gedanken im Kreise.
Nach langem Schweigen sollte ich heute mal wieder den Blog füttern, bevor er noch verhungert…oder meine Fans weinen *hüstel*.
Da Musik im Moment mal wieder mein Lebensanker Nr. 1 ist, ersteinmal wieder ausgewählte Perlen der vertonten Emotion für euch.
Der erste Künstler ist meine wichtigste Neuentdeckung der letzten Monate. Ein grandioser Künstler, ein faszinierender Mensch mit einer bewegenden Vergangenheit und keinem einzigen schlechten Song.
Kleine Warnung vorweg: Seine Songs können Emotionen hervorkitzeln. Also hört sie nicht, wenn ihr weinen könntet, aber es nicht wollt. Meinen Lieblingssong gibt es leider nur mit grausigem Serienliebhabervideo…also Augen zu und zurücklehnen.
William Fitzsimmons – Please Don’t Go
William Fitzsimmons – Passion Play (live)
Der nächste Song jagt mir auch nach dem hundertsten Hördurchgang kühle Schauer über den Rücken. In meinen Augen der emotionalste Track des letzten Antlers-Albums, was bei einer Platte wie dieser, die einen harten Schicksalsschlag verarbeitet, schon viel bedeutet.
The Antlers – Kettering
Die Musik der nächsten Band zu beschreiben fällt selbst den Kritikern nicht leicht. Sie ist neu, aber auch irgendwie bekannt, einfach aber facettenreich, traurig und schön, tanzbar und einfach nur zum Zuhören… aber letztendlich: eine gelunge Platte, die einen nicht mehr so schnell loslässt.
Miike Snow – A Horse is not a Home
Ich merke grad, ich höre viel zu viel Musik…zumindest zuviel, um euch alles wichtige mitzuteilen, ohne den Eintrag zu überladen. Deshalb soll’s mit dem folgenden kleinen Meisterwerk für diesen Post an Musiknachhilfe reichen.
Da YouTube eine Video-Beschränkung von 10 min hat, kommt er in 2 Teilen. Es gibt zwar gekürzte Versionen, aber man schneidet ja auch keinen Da Vinci in Stücke.
Archive – Lights
Wie der Titel schon sagt, ich bin derzeit nicht in der Lage meinen Blog zu pflegen.
Sorry an alle Kommentatoren…Schwierige Zeiten. Sehr schwierige!
Aber Musik bekommt ihr:
Diese Version…Ich liebe sie…
Genießen, Schweigen, Nicht nachdenken…einfach nur genießen
Dem Gedicht folgt wieder musikalische Untermalung. Wie oft ich diesen Song in meinem Leben schon gehört hab…keine Ahnung…
Die Worte
fehlen,
irren
wie
verlorene Seelen.
Der Körper
krankt,
verirrt
in
beißenden Emotionen.
Die Seele
darbt,
irrt
durch
dunkle Träume.
Das Leben
fehlt,
versteckt
im
toten Winkel.
Die Begegnungen
schmerzen,
erstarren
in
eisiger Realität.
Die Gefühle
verrohen,
verderben
wie
totes Fleisch.
Für mich der wichtigste Song, den Radiohead je veröffentlicht haben. Es als den schönsten Song zu bezeichnen, wäre nicht sehr passend…dieser Song ist pure Verzweiflung, eine Hymne auf die miesen Emotionen…aber genau das macht ihn so unglaublich wichtig für mich…es ist vertonte Verzweiflung…und für mich als Musikmasochisten ein Meisterwerk.
Hier der Kommentar von Thom Yorke zu seinem Song:
Street Spirit is our purest song, but I didn’t write it. It wrote itself. We were just its messengers; its biological catalysts. Its core is a complete mystery to me, and, you know, I wouldn’t ever try to write something that hopeless. All of our saddest songs have somewhere in them at least a glimmer of resolve. Street Spirit has no resolve. It is the dark tunnel without the light at the end. It represents all tragic emotion that is so hurtful that the sound of that melody is its only definition. We all have a way of dealing with that song. It’s called detachment. Especially me; I detach my emotional radar from that song, or I couldn’t play it. I’d crack. I’d break down on stage. That’s why its lyrics are just a bunch of mini-stories or visual images as opposed to a cohesive explanation of its meaning. I used images set to the music that I thought would convey the emotional entirety of the lyric and music working together. That’s what’s meant by ‘all these things you’ll one day swallow whole’. I meant the emotional entirety, because I didn’t have it in me to articulate the emotion. I’d crack…
Our fans are braver than I to let that song penetrate them, or maybe they don’t realise what they’re listening to. They don’t realise that Street Spirit is about staring the fucking devil right in the eyes, and knowing, no matter what the hell you do, he’ll get the last laugh. And it’s real, and true. The devil really will get the last laugh in all cases without exception, and if I let myself think about that too long, I’d crack.
I can’t believe we have fans that can deal emotionally with that song. That’s why I’m convinced that they don’t know what it’s about. It’s why we play it towards the end of our sets. It drains me, and it shakes me, and hurts like hell every time I play it, looking out at thousands of people cheering and smiling, oblivious to the tragedy of its meaning, like when you’re going to have your dog put down and it’s wagging its tail on the way there. That’s what they all look like, and it breaks my heart. I wish that song hadn’t picked us as its catalysts, and so I don’t claim it. It asks too much. I didn’t write that song.


